Schwabing wurde 782 erstmals erwähnt, unter dem
Namen "Suuapinga".
Der Name kommt von "Swapo" und bedeutet "Siedlung
eines Schwaben".
Im 17. und 18. Jahrhundert war Schwabing ein
Dorf von
Fischern und Milchbauern.
Im Jahre 1890 wurde die ehemals eigenständige
Stadt nach München eingemeindet.
Zu Schwabing gehört die Siedlung Alte
Heide. Der Kern der Siedlung "Alte Heide" entstand in den 20-er Jahren
des vergangenen Jahrhunderts. Ortsansässige Industriebetriebe wie
Krauss-Maffei, BMW und Deutsche Reichsbahn hatten die gemeinnützige
Wohnbaugesellschaft "Alte Haide" gegründet, um Wohnungen für ihre
Betriebsangehörigen zu errichten.
Die vom Münchner Architekten Theodor
Fischer konzipierte Siedlung wies
damals für eine Arbeitsersiedlung
wegweisende Standards auf.
Schwabing selbst wurde im ausgehenden
19. Jahrhundert durch seine Literaten und Künstler bekannt.
Der
Stadtteil genoss den Ruf eines Künstlerviertels. In den Künstlerkneipen
verkehrten um die Wende
zum 20. Jahrhundert Maler wie Ernst Ludwig
Kirchner und die Gruppe der "blauen Reiter" um Wassily Kandinsky,
Franz
Marc und Paul Klee. Zu den bekannten Literaten gehörten Thomas Mann,
Frank Wedekind und Joachim Ringelnatz.
Das Schwabinger Satireblatt
"Simplizissimus" wurde zum Symbol für beißende Kritik.
Die
Kulturzeitschrift "Die Jugend" gab gleich einer ganzen Stilrichtung, dem
Jugendstil, den Namen.
Er ist an zahlreichen Gebäudefassaden in
Schwabing zu sehen.
Die Künstlerszene brach mit dem Ersten Weltkrieg
zwar völlig zusammen.
Trotzdem war Schwabing nach dem Zweiten Weltkrieg
ein begehrtes Viertel zum Wohnen und Ausgehen.
