Geschichtliche
Informationen zu München Giesing
Giesing ist älter als München, bereits im Jahre 790 als "Kyesinga"
erstmals erwähnt.
Giesing war lange Zeit ein Bauerndorf, im Jahre 1812
gab es gerade einmal 18 Bauernhöfe.
Fünf Jahre später, 1817, wurde der
Ostfriedhof errichtet. Kurt Scharnagl und Thomas Wimmer liegen dort
begraben.
Die bäuerlich-ländliche Gemeinde Giesing wurde schließlich
1854 in das Stadtgebiet eingegliedert.
In der Vorortgemeinde
lebten hauptsächlich unterprivilegierte Erwerbstätige,
Kleinhändler und
Tagelöhner, die sich in der so genannten Feldmüllersiedlung,
einer
Ansammlung von Kleinhäusern, niederließen. Der zweite Friedhof von
Obergiesing,
der Friedhof Perlacher Forst, wurde 1931 errichtet. Dort
sind die Mitglieder der
Widerstandsgruppe "Weiße Rose" beigesetzt.
Im
Jahre 1936 wurde Giesing in Obergiesing und Untergiesing-Harlaching
geteilt.
In der Nachkriegszeit entstand die amerikanische Siedlung am
Perlacher Forst mit der McGraw-Kaserne.
Seit 1956 findet dort jährlich
um den 4. Juli herum das "Little Oktoberfest" statt.
Diese Tradition
wurde auch nach dem Abzug der
amerikanischen Truppen beibehalten.